Finanzen

Bezahlung nach Tarifvertrag

Das Geld kommt sicher zum Monatsende. Der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst heißt TVÖD.

TVöD steht für „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst“. Der Tarifvertrag ist unterteilt in Entgeltgruppen und Erfahrungsstufen.


Entgeltgruppen
Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes kennt 15 Entgeltgruppen. Dabei ist die Entgeltgruppe E 1 die niedrigste und die Entgeltgruppe E 15 die höchste Gruppe.
Für Ungelernte sind die Gruppen E 1 bis E 4 vorgesehen. Wer eine mindestens dreijährige Ausbildung hat, kommt in eine der nächsten vier Entgeltgruppen E 5 bis E 8. Absolventen eines Fachhochschulstudiums steigen in der Gruppe E 9 ein. Für eine Bezahlung nach der Entgeltgruppe E 13 oder höher wird ein wissenschaftliches Hochschulstudium, ein Masterabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation vorausgesetzt.
Fortbildungen und weitere Qualifizierungsmaßnahmen ermöglichen eine Höhergruppierung.
 
Erfahrungsstufen
Jede Entgeltgruppe wird in sechs Erfahrungsstufen eingeteilt. Neueingestellte Berufsanfänger starten in Stufe 1 ihrer jeweiligen Gruppe. Die Stufe 2 erreichen sie nach einem Jahr in Stufe 1. In Stufe 2 bleiben sie zwei Jahre, in Stufe 3 weitere drei Jahre usw.. Nach 15 Jahren Zugehörigkeit ist die letzte Entgeltstufe einer Gruppe erreicht.
 
Wie werde ich eingruppiert?
In der Stellenausschreibung wird die geplante Eingruppierung genannt. Die Einstufung in die Erfahrungsstufen hängt von Ihrer eigenen Berufserfahrung ab und wird im Vorstellungsgespräch mit Ihnen besprochen.

Weihnachtsgeld

Im Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes heißt das Weihnachtsgeld ganz unromantisch „Jahressonderzahlung“.

Das Weihnachtsgeld im Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst TVÖD:

Beschäftigte, die am 1. Dezember im Arbeitsverhältnis stehen, haben Anspruch auf eine Jahressonderzahlung.


Sie beträgt bei Beschäftigten

  • in den Entgeltgruppen 1 bis 8: 86%
  • in den Entgeltgruppen 9a bis 12: 76%
  • in den Entgeltgruppen 13 bis 15: 56%

des in den Monaten Juli, August und September gezahlten durchschnittlichen Monatsentgelts.

Betriebsrente

ArbeitnehmerInnen im Öffentlichen Dienst erhalten eine Betriebsrente aus der Zusatzversorgungskasse.

Alle Beschäftigten der Stadtverwaltung Konstanz sind bei der Zusatzversorgungskasse angemeldet. 97 % des Beitrags werden vom Arbeitgeber bezahlt.
Die durchschnittliche Betriebsrente beträgt zur Zeit 315 €.
Sie wird ab dem Zeitpunkt gezahlt, zu dem Anspruch auf die gesetzliche Rente besteht.

Und so punkten MitarbeiterInnen für ihre Betriebsrente:
Während der Laufzeit der Versicherung sammeln sie Versorgungspunkte. Diese werden dem Versorgungskonto gutgeschrieben. Sie errechnen sich abhängig vom zusatzversicherungspflichtigen Jahresentgelt und dem individuellen Lebensalter. Im Rentenfall werden die Versorgungspunkte mit einem tarifvertraglichen vorgegebenen Messbetrag vervielfältigt und in eine Betriebsrente umgerechnet.

Leistungsprämie

Wer beim jährlichen Mitarbeitergespräch Ziele vereinbart und diese erreicht, erhält eine Leistungsprämie.

Mitarbeitergespräch mit Leistungsprämie

Das MitarbeiterInnengespräch (MAG) ist ein jährliches und vertrauliches Gespräch zwischen den Mitarbeitenden und ihren direkten Vorgesetzten. Das MAG gibt Gelegenheit über persönliche Entwicklungsziele und Fördermöglichkeiten zu sprechen.

Im Rahmen dieses Gesprächs werden auf freiwilliger Basis Team- oder Einzelziele vereinbart. Im nächsten MAG wird über die Erreichung dieser Ziele gesprochen und die Qualität der Ergebnisse bewertet. Auf dieser Basis wird die Leistungsprämie ermittelt, die mit der Gehaltsabrechnung ausbezahlt wird.

Job Ticket

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit bei der Stadtverwaltung Konstanz kommt, erhält einen Zuschuss zu den Fahrtkosten.

Mit Bahn und Bus, Fähre und Katamaran umweltfreundlich zur Arbeit:

Die Stadtverwaltung bietet einen Fahrtkostenzuschuss für MitarbeiterInnen an, die ihren Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.
Zuschüsse gibt es für die Konstanzer Stadtbusse, für die Deutsche Bahn, die regionale S-Bahn „Seehas“ und die Verbindungen über den See mit der Fähre Konstanz-Meersburg oder dem Katamaran von Konstanz nach Friedrichshafen.